Bitterer Derby-Start: Bobingen verliert trotz starker Moral mit 30:32
Der TSV Bobingen verliert im Saisonauftakt und gleichzeitig prestigeträchtigsten Spiel der Saison gegen den TSV Schwabmünchen mit 30:32. Für das Team ein Gefühl wie ein Schlag in die Magengrube:
HERREN 1
B.Schüll
9/29/20262 min read
Der TSV Bobingen verliert im Saisonauftakt und gleichzeitig prestigeträchtigsten Spiel der Saison gegen den TSV Schwabmünchen mit 30:32. Für das Team ein Gefühl wie ein Schlag in die Magengrube: „Es war ganz klar unser Anspruch die Punkte bei uns zuhause zu lassen.“, resümiert Neucoach Peter Krohne knapp. Wie kann diese Niederlage erklärt werden?
Der wichtigste Punkt: die Bobinger verloren das Torhüterduell deutlich. Ab Anpfiff rührte die Abwehr Beton an. Was viel in der Vorbereitung thematisiert und trainiert wurde klappte zufriedenstellend. Durchbrüche, Anspiele an den Kreis und große Winkel für die Außenspieler waren durch die kompakte 6:0 Abwehr kaum möglich für die Schwabmünchner. Das einzige Manko: die Defensive stand zu defensiv. Zu oft war es den Schwabmünchner Rückraumshootern möglich von 8-9 Metern frei abzuziehen. Allerdings wurde die Bobinger Abwehr dabei oft von ihren Torhütern im Stich gelassen, die Schwierigkeiten hatten eine Hand an diese Abschlüsse zu bekommen. Erst in der Schlussphase zeigte Keeper Tobias Lenz, der eigentlich als 3. Torhüter im Kader mitgenommen wurde und deswegen schon vorher bei der 2. Herrenmannschaft aushalf, wo er sich ebenfalls in starker Form präsentierte, eine mehr als nur passable Leistung. Auf der anderen Seite stellte es sich für die Bobinger Angriffsspieler als schwierig heraus eigene Tore zu erzielen. Viel zu oft schafften sie es nicht den Ball im Tor unterzubringen und zeigten wiederholt mangelhafte Wurfentscheidungen. Die fehlende Abschlussstärke des TSV war allerdings nur die halbe Wahrheit. Auf der anderen Seite stand im Schwabmünchner Kasten Egger Sebastian, der eine überragende Leistung zeigte. Vor allem in der Schlussphase fischte er viele freie Abschlüsse raus und vereitelte somit den Bobinger Traum Punkte an diesem Abend daheim zu lassen.
Trotz Niederlage lässt sich für den TSV Bobingen aus diesem Aufeinandertreffen nicht nur negative Schlüsse ziehen. Trotz dem verlorenen Torhüterduell verlief die Partie durchgehend auf Augenhöhe. Erst in den letzten Minuten wurde es deutlicher als die Schwabmünchner 5 Minuten vor Abpfiff zum 26:31 einnetzten. Eine Hypothek, die fast schon als zu hoch aufgefasst werden könnte. Doch nicht für die Bobinger. Sie zeigten Willensstärke und Durchhaltevermögen wodurch sie sich mit einem 4:0 Lauf von Müller, Vogt und einem Doppelschlag Huber wieder auf 30:31 herankämpften. Dieser Kampf und diese Aufopferungsbereitschaft muss zur Tugend für die gesamte Saison 26/27 werden, dann werden nicht mehr viele Punkte abgegeben.
Der Bobinger Kader: Matthias Przywara (1), Niklas Geirhos, Lukas Huber (5), Sebastian Lenz, Nico Deininger (3), Leonard Naumann, Tobias Schaflitzl, Jonas Stadlmair (1), Tobias Lenz (TW), Simon Hafner (2), Thomas Pillmayr (7/3), Maximilian Wagner (1), Moritz Müller (5/2), Jonas Vogt (5), Benjamin Schüll (TW), Thomas Gebauer (TW)
