Pflicht erfüllt, Anspruch nicht: Bobingen siegt deutlich, bleibt aber selbstkritisch
Im zweiten Spiel der Saison reisten die Bobinger in die Halle des DJK Augsburg-Hochzoll. Eine Mannschaft, die in der letzten Spielzeit den letzten Platz belegte und auch in der noch jungen Saison keine Zähler erbeuten konnte.
HERREN 1
B.Schüll
10/5/20262 min read
Im zweiten Spiel der Saison reisten die Bobinger in die Halle des DJK Augsburg-Hochzoll. Eine Mannschaft, die in der letzten Spielzeit den letzten Platz belegte und auch in der noch jungen Saison keine Zähler erbeuten konnte. Kurz gesagt stand für den TSV Bobingen an diesem Sonntag ein Pflichtsieg auf dem Programm. Doch Trainer Krohne warnte vor der Partie seine Mannschaft: „Solche Spiele sind immer die beschissensten… heißt also Fokus setzen und Vollgas geben!!!“. Worte, die sein Team sich offenbar zu Herzen nahmen, denn der Start des TSV war phänomenal. Nicht einmal 5 Spielminuten dauerte es bis ein 0:5 auf der Anzeigetafel stand. Um einen schlimmeren Start zu verhindern, nahm der neue Trainer des DJK folgerecht seine erste Auszeit früh in der Partie. Danach ging es besser weiter für die Hochzoller. Sie erzielten durch leichte Kreis-Rückraum-Kombinationen einfache Tore gegen die sonst so stark stehende Bobinger Abwehr. Eigentlich eine ganz normale Situation. Ein Handballspiel mit 0 Gegentore zu gewinnen, das gab es noch nie. Doch die Art und Weise der Torerfolge frustrierte die Bobinger Spieler sichtlich. So schlich sich Stück für Stück eine unzufriedene Stimmung in die Mannschaft, obwohl der Vorsprung auf die Gastgeber immer noch hoch war. Durch die fehlende Leichtigkeit begann ein bekanntes Muster aus dem letzten Spiel: die Bobinger verwarfen zu viele gute Chancen vor dem Tor. Dadurch luden sie Augsburg-Hochzoll praktisch dazu ein den Vorsprung Schritt für Schritt eindampfen zu lassen. Zur Halbzeit sah man sich nur noch 1 Tor in Front bei einem 13:14 Zwischenstand.
Nach so einer ersten Hälfte war den Bobingern klar, dass sie für diese Punkte kämpfen werden müssen. „Eine Mannschaft wie diese, die höchstwahrscheinlich gegen den Abstieg spielen wird, Blut lecken zu lassen ist immer gefährlich. Sehen sie eine Chance auf Punkte werden sie alles geben, um zu gewinnen. Vor allem vor heimischem Publikum.“, so Nico Muliyanto, der durch die Beendigung seiner aktiven Karriere von der Zuschauertribüne unterstützte. Diesen Kampf nahm der TSV Bobingen voller Überzeugung an. Auch wenn die Abschlussschwäche zu keinem Zeitpunkt mehr abgestellt werden konnte, bauten sie ihren Vorsprung Schritt für Schritt weiter aus. Als die Bobinger zwischen der 45. Und 50. Minute einen 5:0 Lauf zogen war die Gegenwehr der Gastgeber endgültig gebrochen. Am Ende zeigten sie mit 24:31 einen, auf dem Papier, eigentlich souveränen Sieg. Trotzdem zeigten sich die Bobinger unzufrieden mit ihrer Leistung. Obwohl zu keinem Zeitpunkt des Spieles ein Rückstand zu verzeichnen war fiel immer wieder das Wort „Arbeitssieg“. Torhüter Benjamin Schüll thematisierte die Unzufriedenheit nach dem Spiel wie folgt: „Zum einen bringt uns diese strenge Selbstkritik sicherlich voran. Es wird darüber geredet was zu verbessern ist und dementsprechend auch an den Baustellen gearbeitet. Zum Beispiel weiß ich jetzt schon, dass ich nach dem nächsten Training mindestens weitere 10 Minuten für Wurftraining im Tor stehen bleiben werde. Zum anderen müssen wir uns auch freuen über die zwei Punkte und unseren Blick auf das Positive richten. Zum Beispiel konnten wir uns über die meiste Zeit auf eine sehr starke Abwehr verlassen.“
Der Bobinger Kader: Matthias Przywara, Niklas Geirhos (2), Lukas Huber, Sebastian Lenz, Nico Deininger (1), Leonard Naumann (3), Tobias Schaflitzl (3), Jonas Stadlmair (5), Simon Hafner, Thomas Pillmayr (7), Maximilian Wagner (1), Moritz Müller (7/3), Jonas Vogt (2), Benjamin Schüll (TW), Thomas Gebauer (TW)
