Torrausch in der Realschulturnhalle: TSV gewinnt mit 38:26

Der TSV Bobingen setzt ein Ausrufezeichen und schießt den TV Gundelfingen mit 38:26 aus heimischer Halle

HERREN 1

B.Schüll

10/14/20262 min read

Schon der Beginn der Partie zeigte, dass der TSV an diesem Samstag einen Sahnetag erwischte. Nach 10 Minuten stand es 6:1 für die Gastgeber. Diese 6 Tore wurden von 6 verschiedenen Schützen erzielt, also ein Glanzstart durch geschlossene Mannschaftsleistung. Daraufhin nahm der Trainer der Gäste direkt eine frühe Auszeit, die mit einem anschließenden Tor für den TV belohnt wurde. Doch der TSV Bobingen ließ sich davon nicht beeindrucken, startete einen 4:0 Lauf und baute den Vorsprung auf 8 Tore aus. Allerdings sind gute Anfangsphasen nichts neues für die Bobinger. Schwierigkeiten gab es zuletzt nur bei der Verwaltung des Vorsprungs. „Heute haben wir dafür unser Tempo angepasst, um mehr Körner für die Defensive übrig zu haben und unseren Vorsprung Schritt für Schritt auszubauen.“, erklärte Jonas Stadlmair. So stand es zur Halbzeit 17:9. In der zweiten Halbzeit hielten die Gäste erst weiter dagegen, konnten ihren Rückstand aber nie auf weniger als 6 Tore verkürzen. Die Bobinger blieben geduldig und spielten unbeirrt ihren Stiefel weiter. Das brach den TV um die 50. Minute endgültig. Zwischenzeitlich konnte der TSV auf 14 Tore davonziehen. Das Endergebnis war 38:26.

Wie konnte ein solcher Kantersieg gegen den TV Gundelfingen gelingen? Dafür gab es mehrere Gründe:

Nur 9 Gegentreffer in der ersten Halbzeit! Von Anfang an nahm der TSV Fabian Frömel in Manndeckung. Der Gundelfinger Top Torschütze steht mit halb so vielen Spielen wie andere Mannschaften momentan auf den 6. Platz der Torjägerliste. Außerdem erzielte er im letzten Aufeinandertreffen der vergangenen Spielzeit gegen die Bobinger 19 Tore, was dem TSV noch schmerzhaft in Erinnerung blieb. Peter Krohne setzte daher Niklas Geirhos ab Minute 1 auf den Rückraum rechten an. Der machte seine Sache sehr gut und nagte Frömel regelrecht ab. Der restliche Abwehrverbund rührte, wie in den vergangenen Spielen, Beton an und stellte den Gegner vor schier unlösbare Aufgaben.

Die Bobinger bestechen durch Mannschaftsleistung! Niemand, weder Torhüter noch Feldspieler, schien heute mit den falschen Fuß aufgestanden zu sein. Jeder zeigte eine starke Leistung. Das spiegelt auch der Spielbericht wider, indem fast jeder Feldspieler des TSV ein Tor erzielen konnte. Nur Kreisläufer Leonard Naumann zeigte seine Qualitäten lieber in der Abwehr. Trotzdem sollen hier 2 Akteure des TSV mehr hervorgehoben werden, die besonders stark aufspielten: Während die Bobinger den Rückraum rechten des TV nicht ins Spiel kommen ließen zeigte sich Positionsrivale Tobias Schaflitzl auf der Gegenseite von seiner besten Seite. Als galliger und für den Gegner unangenehmer Abwehrspieler und Passgeber auf Rechtsaußen gehört Schaflitzl schon lang zu einer verlässlichen Säule für die Bobinger. Gegen den TV präsentierte er sich zusätzlich als Torjäger und schweißte ganze 7 Buden ein. Der Einzige, der für den TSV mehr Tore erzielen konnte, war Jonas Stadlmair. Der Rückraum Mitte glänzt in nahezu jeder Partie als hervorragender Passgeber. Außerdem ordnet und lenkt er das Bobinger Angriffsspiel, wodurch er für die Singoldstädter unerlässlich ist. Gegen die Gundelfinger zeigte auch er seine Qualitäten als Torjäger und erzielte durch sein starkes 1 gegen 1 acht Buden.

„Wir haben an unseren Abschlüssen gearbeitet und heute so gut wie kein Fehlwurf gehabt. Wir arbeiten unaufhörlich an unserer Abwehr und auch sie rührte heute Beton an. Wir müssen weiter diese Verbesserungsbereitschaft an den Tag legen, dann werden wir noch viele Spiele gewinnen.“, resümiert Trainer Peter Krohne nach dem Spiel.

Der Bobinger Kader: Matthias Przywara (2), Niklas Geirhos (2), Lukas Huber (3), Leonard Naumann, Tobias Schaflitzl (7), Jonas Stadlmair (8), Simon Hafner (1), Thomas Pillmayr (6/1), Maximilian Wagner (1), Moritz Müller (5/1), Jonas Vogt (3), Benjamin Schüll (TW), Thomas Gebauer (TW)

TSV Bobingen Handball

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