Vom Fehlstart zum Derbysieg: Bobingen dreht nach der Pause auf!
Die Bobinger Fans, die sich an diesem Samstag, den 21.02.26, auf den kurzen Weg nach Königsbrunn begeben hatten, wären in der Anfangsphase der Partie wahrscheinlich lieber wieder nach Hause gefahren...
HERREN 1
T.Zabel
2/24/20262 min read
Die Bobinger Fans, die sich an diesem Samstag, den 21.02.26, auf den kurzen Weg nach Königsbrunn begeben hatten, wären in der Anfangsphase der Partie wahrscheinlich lieber wieder nach Hause gefahren. Das Gesicht, das der TSV Bobingen zeigte, war fast schon erschreckend. Kein Derbyfeuer war zu sehen. In der Abwehr fehlte der Zugriff auf die Rückraumshooter des BHC, aber schlimmer noch, im Angriff wurde eine freie Chance nach der anderen vergeben.
„Es war ja nicht so, dass unser Angriff das Problem war. Die Möglichkeiten, die wir uns erspielen konnten, waren hochkarätig. Nur leider fehlte es an der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“, analysierte Maximilian Wagner nach dem Spiel. So stand es schnell 5:1 für die Hausherren. Ein ernüchterndes Zwischenergebnis für den TSV, der sich so viel für diese Partie vorgenommen hatte. Doch, obwohl der Bobinger Handball qualitativ zu wünschen übrigließ, hatten auch die Königsbrunner ihre Probleme. Auch sie hatten immer wieder Schwierigkeiten den Ball hinter die Torlinie zu bekommen, wodurch sie den Vorsprung weder sichern noch ausbauen konnten. So waren die Bobinger zwischenzeitlich „nur“ fünf Buden im Hintertreffen, was sie zur Halbzeit auf ein verträglicheres 15:12 verkürzen konnten.
Trotzdem durften sich die Männer der ersten Mannschaft von Trainer Tobias Müller in der Kabine ein verdientes Donnerwetter anhören. Dabei appellierte er inständig an den Mannschaftsgeist und den Zusammenhalt seines Teams. Dass diese Ansprache Wirkung zeigte, konnte in der zweiten Halbzeit vor allem an Nico Muliyanto festgemacht werden. Der Routinier, der in der ersten Hälfte scheinbar komplett neben sich stand und mehrere freie Würfe neben das Tor beförderte, zeigte ein ganz anderes Gesicht und gab damit seinen Mitspielern Hoffnung. Direkt die ersten beiden Tore seines Teams in den zweiten 30 Minuten gingen auf seine Kappe.
Als er dann auch noch den Ausgleichstreffer zum 18:18 in der 43. Minute erzielte, waren alle Fans und Spieler von einem Comeback des TSV überzeugt. In dieser Phase legte das Team einen beeindruckenden 6:0-Lauf hin, der maßgeblich auf einem bärenstarken Rückhalt basierte. „Doch hinten die Mauer im Tor hat vorne erst die Überzeugung gebracht, doch was zu reißen!!“, so Abteilungsleiter Thomas Zabel. Torhüter Benni Schüll vernagelte seinen Kasten und ebnete mit seiner Leistung den Weg zum Sieg. Übrigens kamen drei der sechs Treffer von Muliyanto, der mit insgesamt sechs Toren Topscorer seiner Mannschaft wurde. Mit diesem Rückenwind wurden die Bobinger auch nicht mehr nervös, als der BHC kämpferisch noch einmal in Reichweite kam. Damit war alle Gegenwehr erloschen und der TSV Bobingen gewann das Derby zum Ende deutlich mit 24:31.
